… da liegen plötzlich Steine im Weg wo vorher keine waren
Wir stolpern über sie hinweg
oder wir stossen sie mit dem Fuss achtlos auf die Seite
oder wir bleiben stehen und sehen es als Hürde an
Doch Steine liegen nicht einfach so auf unserem Weg
Wir sollten sie nur nicht grösser machen – als sie sind
Nehmen wir uns Zeit und beachten sie mal ein bisschen genauer
Vielleicht hat es sogar Steine dabei, die es lohnt aufzulesen?
Wir gehen unsere Wege
Mit und ohne Steine die da liegen
gehen wir doch ein bisschen langsahmer und genissen den Weg!
Regentropfen hören sich an wie Herzklopfen
so leis und doch so stark
Ich höre dem Regen zu wie er mit der Luft spielt
die Welt reinigt von ihren Sorgen und Nöte
Und doch spielt in dieser zarten Harmonie auch das Lied der zerstörung mit
Doch im Moment
da wäscht er die Blätter und Blüten
lässt einem nach innen schauen
schenkt Zeit, wo eigentlich keine Zeit mehr ist
Innehalten
warten
Schritt für Schritt
Tag für Tag
Jahr für Jahr
kommt die Erinnerung durch den Regen
dass es da eine Zeit gab, wo wir keine Zeit brauchten um glücklich zu sein
…verfliegen die Gedanken
Da grab’ ich meine Sorgen tief in die dunkle warme Erde hinein
Ecke nirgendwo an
Verletze mich nur durch unaufmerksamkeit an Dornen
Bewundere Schönheit ohne Eitelkeit
Wie stark die Düfte die Sinne berühren
Ich sitze hier und betrachte in stiller Freude das Universum im kleinen.
die mir Mutter Erde schenkt
nochmal ganz gross.
Ich liebe den Gevatter!

Alter Vater
streifst durch die Wälder, die Täler mit deinen Wölfen
schaust zu was die Menschen so treiben
ab und zu bleibst Du stehen und sprichst mit einem
doch manche erkennen Dich nicht
Doch es gibt noch Menschen
die nach Dir rufen
die für Dich die Altäre schmücken
die nach Deinen Raben schauen
Dich spüren wenn Du an ihnen vorbei reitest
Oh grosser Odin
wir grüssen Dich
Oh grosser Odin
wir verehren Dich
oh grosser Odin
Ich lausche dem Wasser
Es trägt mich fort von hier
Weiter und weiter trägt mich die Melodie
Kühle
Ich spüre die Steine im Bachbett
Freudig berühre ich ihre Oberfläche
Fort und fort
Der Wind spielt mit mir
Gibt mir neunen Antrieb
Fort und fort
Wasser
So klar
So kühl
Fort und fort
Menschenkind kannst Du mich sehen?
Dieser herbe Duft nach Vergänglichkeit und Tiefe
Nach Moos und Blättern die verwelken
loslassen und vergehen
schlafen und verblühen
so still
so sanft
so zart..streift der Nebel mit seinem feuchten Atem mein Gesicht
Die letzten Blüten am Wegesrand
Ich höre mich und kann mich in der Dunkelheit wieder finden
Herbst – Du Stille Zeit der Welten Dämmerung


Oh grosse Schöpferin der Welt
Ich danke Dir für die Schönheit auf dieser Erde
Auf die Vielfalt der Natur
Die Majestät der Berge
Das Unendliche des Meeres
Auf die Tiefe des Himmels
und die Weisheit Deiner Bäume
Ich danke Dir für die Inspiration durch Deinen Mond
Durch die Stille des Nebels damit ich Dich hören kann
Auf die Herrlichkeit des Waldes damit ich Dich sehen kann
Grosse Göttin
Lass mich Deine Schöpfungskraft lobpreisen
Deine Schönheit besingen
Und Deinem Schutze Danken
Grosse Göttin
Ich danke Dir

Wald
Welche Poesie
Wald
Eine Oase der Meditation
alle Sinne werden angeregt
Die Augen erblicken die Schönheit
die vielfältigen Farben
spiel mit Licht und Schatten
kein Maler erschuf je ein so perfektes Bild
Eine Symphonie aus Harmonie und Musik erfüllt die Luft
und erfreut unsere Ohren
Die tausend Düfte die unsere Nase kitzeln
Die Ruhe
Die Stille
Leben, erwachen und vergehen
Das erwachen
erblühn
zur ganzen Schönheit erstrahlen
fortpflanzen
neues Leben schenken
und dann
langsahm
zerfallen
später
das wieder erwachen
Wald
mit Deinen Wesen
Du verbirgst das kleine Volk vor des Menschen Auge
Du beschützt die Feen und Kobolde
und die Feen und Kobolde beschützen Dich
Ich danke Dir das Du mir so oft Zuflucht gewährt hast
mich umarmt mit Deiner Zärtlichkeit
mich behütet vor Verletzung
Ich liebe Dich

Durch den Wald spazieren
überall drängt das Grüne heraus
Die Bäume sind erwacht
Vögel jubilieren den vorüber gehenden nach
Länger werden die Tage
die Bächlein, gehütet von dem Winter Schnee
sprudeln kräftig aus den Felsen
Dieser Duft von Honig und Veilchen, von Lavendel und Liebe
wie betöhrend
Er verwirrt meine Sinne
die Zeit findet nicht mehr statt
lange, viel zu lange war er schon nicht mehr wahrgenommen
beinahe vergessen habe ich ihn
doch er ist wieder da
verwirrt mich
macht mich glücklich
Eine Fee ist an mir vorbei gehuscht
versteckt vom jungen Grün
Frühling
wie habe ich dich vermisst!