Leise singt der Baum mir vor
Von dem schönen gold’nen Tor
Das führt mich in die and’re Zeit:
Wo nichts sehr nah und nichts sehr weit
Wo blaue Rosen blühn’
Wo rote Berge glühn’
Wo Bäume laufen – meilenweit
Wo der Morgen schon vergangenheit
Wo Kobald farbene Vögel fliegen
Wo Schmetterlinge Junge kriegen
Wo Steine lange Reden führen
Wo Löwen ihre Schuhe schnüren
Wo Quellen schöne Lieder singen
und Giraffen Rückwärts gingen
Wo Oben manchmal unten ist
Und man den Weg zurück vergisst
Wo Wiesen Purpur scheinen
und Igel heimlich weinen
Wo Schnecken es gar eilig haben
und auf allen vieren traben
Wenn die Sterne bei der Sonne stehen
Kann man zu den alten Eichen gehen
Sie erklähren Dir die Zeit – den Raum
Und sie glauben es Dir kaum -
Das Du nur ein einzig Leben!
Wie gerne würden Sie Dir Ihres geben
Doch mir ist das eine schon zu viel
in diesem uns’rem Leben hier -
Drum geh’ ich gern durch dieses Tor
Dann kommt mir mein Leben lebenswerter vor!!