…als ich gerufen wurde. Ich sass in meinem Büro, als vom Empfang ein Telefon kam, dass eine Findelkatze gebracht worden ist. Ob ich schnell Zeit hätte, die Eingangs Kontrolle zu übernehmen, da wir gerade zu wenig Leute sind. “Klar doch, mach ich…! ”
Als ich in das Katzenkörbchen guckte, kam mir ein unangenehmer Geruch entgegen. Was für ein Häufchen Elend! Mit den Findern ging ich ins Katzenhaus um dort im Tierärzte Raum das Tierchen näher anzusehen.
Ein Skelett mit Haut überzogen. So stand, oder besser gesagt, wankte die Katze auf dem Tisch. Die Waage zeigte noch ganze 1,1kg an. Die Puppillen verschieden gross, voller Flohkot, die Flöhe hatten wohl schon das weite gesucht, Eiter, der aus dem Maul tropfte.
Den Findern musste ich erklähren, dass wir mit dem Katerchen zuerst Notfall mässig zum Tierarzt mussten. Sie hatten die Katze gerettet und verstanden wohl hinter meinen Worten was es heisst.
Ich konnte nicht anders. Ich nahm das Häufchen Elend auf den Arm und drückte es sanft an mich. Es miaute leicht und schnurrte… Ganz vorsichtig und sanft trug ich den alten sterbenden Kater in seine Box damit er Ruhe hatte.
Normalerweise schauen wir bei einer Fundkatze die Zähne an, die Augen, die Ohren und wenn diese dreckig sind, werden sie geputzt. Dann wird die Katze gewogen und entwurmt und dann entfloht.
Das wollte und konnte ich diesem armen Kerlchen nicht mehr zumuten.
Einen Moment lang, als er so in seinem Böxchen sass und mich anmaunzte, da wollte ich noch um ihn kämpfen. Da gibt es spezielle “Weltraum” Nahrung für Katzen, ein Pulver, dass man über das Futter streuen kann, damit die Katzen ganz sanft alles aufnehmen können, ohne gleich Durchfall zu bekommen. Etwas temperiertes Wasser geben. Eine Bettflasche für die Wärme, Liebe, Geborgenheit…..
Doch er schaute mich nur an! Also liess ich ihn gehen.
Zur Chefin, Meldung machen, dass man sofort zum Tierarzt muss. Telefon mit dem Tierarzt. Eine Kollegin aufbieten, weil ich es heute nicht schaffe, das Tierchen gehen zu lassen.
Dann zum Katerchen und ein letztes Lebewohl. Bald geht es dir wieder gut.
Da ist er wieder, dort schaut er um die Ecke
Der Tod
Doch er lacht nicht – kein Triumpf in seinen Augen
Seine Arbeit – seit Anbeginn der Zeiten
Ausdruckslos – Gefühllos – Ohne Wenn und Aber
Manchmal triumphieren wir
“Den hast DU nicht bekommen”
Er geht, doch kommt er wieder
Irgendwann
Ich wollte ihm nicht geben, was er bereits besass
Das Tierchen war am gehen, auch wenn ich’s nicht lass
Die Augen sprachen Bände
Ich nahm den Kopf sanft in meine Hände
und liess ihn dann gehen
ich konnte den Tod sehen
in seinen glücklichen Augen
“Grüss mir die, die vor Dir gegangen”
flüstere ich leis ihm zu;
auch wenn meine Zeit gekommen
möchte ich gehen, so wie Du
dann will ich nicht leiden müssen
dann will ich in Würde gehn
Du Tod auch wenn wir “siegen”
Du bist immer da
Meine Tränen für ein Seelchen
Das in meinem Herzen war